
Das Medieninstitut organisiert jedes Jahr eine Medienrechtstagung, in der aktuelle medienrechtliche Themen von Juristen, Journalisten, Chefredaktoren, Medienfachleuten sowie weiteren Interessierten diskutiert werden:
Pierre Ruetschi: Die Publikation der Ghadhafi-Fotos in der Tribune de Genève
Die Arbeit in den Medienhäusern stösst allenthalben an rechtliche Schranken. Im Rahmen der traditionellen Medienrechtstagung des Medieninstituts werden jedes Jahr im Mai aktuelle juristische Fälle präsentiert und kritisch diskutiert. Im Zentrum stehen dabei die Praxis in den Redaktionen und Werbeabteilungen sowie die Herausforderungen an Medienunternehmen. In der Tagung vom 5. Mai 2010 werden wiederum die brisanten Themen aufgegriffen. Schwerpunkte bilden:
Leistungsschutzrecht für Presseverleger
Der Axel Springer Verlag lancierte in Deutschland die Debatte für ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Die juristischen Grundlagen dafür erarbeitete Jan Hegemann. Er stellt fest, ?dass es an einem durchsetzbaren originären Investitionsschutz für den Presseverleger fehlt.? Catherine Mueller berichtet über den Diskussionsstand in der EU und der Schweiz.
Urteile für Wettbewerb und gegen CH-Medien?
Das Urteil des Bundesgerichts zu Gunsten der Ausstrahlungssrechte von M6 in der Schweiz sowie der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts, von der Wettbewerbskommission die allfällige Marktbeherrschung von Verlagshäusern zu überprüfen, beschäftigen die Schweizer Medienanbieter. Gilles Marchand berichtet über seine Einschätzungen des M6-Urteils, Urs Saxer über das BVG-Verfahren.
Die Diktatur der Öffentlichkeit - Datenschutz in der digitalen Welt
Die kreativen Googler entwickeln eifrig Tools, die uns bald einen Spaziergang durch eine gläserne Umwelt ermöglichen. Street view zeigt uns Häuser und Gärten, die Gesichtserkennung sagt mir, wer mit wem gerade um die Ecke kommt, Augmented Reality vermittelt Wissen über die Fassaden. Der eidgenössische Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür berichtet über die schwierige Grenzziehung zwischen Privatheit und Öffentlichkeit.
Radio- und Fernsehgesetzgebung in Revision
Wie wird die Online-Werbung der SRG SSR idée suisse geregelt? Müssen künftig alle Gebühren bezahlen, auch wenn sich über Computer und Handy informieren? Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) beschäftigt sich mit einer Reihe von brisanten Fragen. Vizedirektor Matthias Ramsauer präsentiert den aktuellen Stand der Arbeiten. Franz Zeller informiert über die Erfahrungen mit der EU-Richtlinie Audiovision ohne Grenzen.